Pressemitteilung
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04.05.2010 | Dagmar ROTH-BEHRENDT:

Ministerrat muss endlich handeln!
Umweltausschuss für mehr Verbraucherschutz bei Klonfleisch, GVO & Co

Der Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit hat heute, Dienstag, 04.05.2010 über den Vorschlag der Kommission zu Neuartigen Lebensmitteln abgestimmt.
"Das Ergebnis ist ein großer Fortschritt für den Verbraucherschutz", freut sich die Berliner SPD-Europaabgeordnete und Expertin für Gesundheits- und Verbraucherschutz Dagmar ROTH-BEHRENDT. "Die Mitgliedstaaten waren schon immer zu langsam bei der Risikoerforschung und genauen Beobachtung von neuen Technologien", kritisiert ROTH-BEHRENDT.

Die Abgeordneten beschlossen konkrete Zulassungsbedingungen von Nanomaterialen in Lebensmitteln. "Nanomaterialen dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Sicherheit nachgewiesen ist", unterstrich Dagmar ROTH-BEHRENDT. Außerdem wurde eine Kennzeichnungspflicht für Nanomaterialien verabschiedet.

Besonders erfreut ist Dagmar ROTH-BEHRENDT außerdem über das beschlossene Verbot von Klonfleisch. "Es gibt keinerlei gesellschaftliche Akzeptanz dafür, den Ertrag durch das Klonen von Tieren zu erhöhen", bestätigt ROTH-BEHRENDT. "Wir leben nicht in einer Notsituation, wo Schafe, Schweine oder Kühe mehr Ertrag bringen müssten", so ROTH-BEHRENDT. "Das Klonen ist überflüssig und außerdem ethisch nicht vertretbar", mahnte Dagmar ROTH-BEHRENDT.

Ein weiterer Kernpunkt der Diskussionen war auch der Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO). "Seit mehr als 15 Jahren verfolge ich die Gesetzgebung zu gentechnisch veränderten Organismen", so Dagmar ROTH-BEHRENDT. "Na klar muss die Forderung weiter bestehen, GVO klar zu kennzeichnen", betonte Dagmar ROTH-BEHRENDT.
Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich für eine klare Kennzeichnung von Lebensmitteln, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Organismen gefüttert wurden. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das bei Tieren technisch nachweisbar sein wird", versichert ROTH-BEHRENDT.
Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen die Wahl haben, Produkte von Tieren ablehnen zu können, die mit GVO gefüttert wurden", erklärte Dagmar ROTH-BEHRENDT die Kennzeichnungspflicht.

"Wie immer ist der Ministerrat bei der Sicherheit von Lebensmitteln rückwärtsgewandt", kritisierte Dagmar ROTH-BEHRENDT das ablehnende Verhalten der Mitgliedstaaten. "Nur ganz kurz, zu Hochzeiten der BSE-Krise, als sie von Angst über den Absatz ihrer Märkte geplagt waren, haben die Mitgliedstaaten vernünftig gehandelt." "Sonst", so Dagmar ROTH-BEHRENDT abschließend, "muss man sie immer vor sich hertreiben".

Für weitere Informationen: Büro Dagmar Roth-Behrendt: + 32 228 45453 und Algara Stenzel (Pressesprecherin) +32 473 930 060 (GSM)