Pressemitteilung
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07.12.2010 | Dagmar ROTH-BEHRENDT:

Dagmar ROTH-BEHRENDT:
"Ministerrat wieder einmal zu kurz gesprungen"

EU-Verbraucherminister einigen sich über
Lebensmittelinformation

Die Verbraucherminister der Europäischen Union haben heute eine Einigung über den Gesetzesentwurf zu Lebensmittelinformation erzielt.

"Das Ergebnis ist eine Enttäuschung", kommentierte die Expertin für Gesundheits- und Verbraucherschutz der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament Dagmar ROTH-BEHRENDT die Einigung. Das Europäische Parlament hatte bereits im Juni 2010 den Bericht über den Verordnungsentwurf angenommen.

"Würden die Minister tatsächlich die Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU besser informieren wollen, dann hätten sie irreführende Angaben komplett verbieten müssen", kritisierte Dagmar ROTH-BEHRENDT.

Der Ministerrat hat lediglich eine verpflichtende Kennzeichnung für Fleisch beschlossen. Die gibt es für Rindfleisch aber bereits seit der BSE-Krise. Für alle anderen Lebensmittel haben die Verbraucherminister eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung abgelehnt. Außerdem haben sich die Minister gegen die verpflichtende Angabe von Kalorien, Zucker, Salz und Fett auf der Produktvorderseite ausgesprochen.
"Hier hat der Rat versagt, denn gerade die Angabe der Kalorien ist für die Verbraucher äußerst wichtig", so Dagmar ROTH-BEHRENDT.

"Die Einigung des Rates ist pure Augenwischerei und leider keine wirkliche Verbesserung für die Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU",
betonte Dagmar ROTH-BEHRENDT abschließend.

Für weitere Informationen: Büro Dagmar Roth-Behrendt 0032 2 284 5453 und Algara Stenzel (Pressesprecherin) +32 473 930 060 (GSM)

Hintergrund: Bei der Abstimmung heute handelt es sich um die politische Einigung des Rates in der ersten Lesung. Der Text wird nun an das Europäische Parlament für die zweite Lesung übermittelt.