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Pressemitteilung
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Dagmar ROTH-BEHRENDT: Die Regeln zum Verfütterungsverbot verarbeiteter tierischer Eiweiße sollen den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Damit folgte das Europäische Parlament bei seiner Abstimmung am Mittwoch dem Vorschlag der verantwortlichen Berichterstatterin und SPD-Europaabgeordneten Dagmar ROTH-BEHRENDT. Knapp 15 Jahre nach dem Höhepunkt der BSE-Krise in der Europäischen Union zieht das Parlament in dem Bericht Bilanz über die damals ergriffenen Maßnahmen. Mittlerweile ist die Zahl der BSE-Fälle in der EU extrem zurückgegangen. Im Jahr 2009 wurden europaweit nur noch 67 Fälle gezählt. "Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und deswegen können die Regeln zu Kontrollen und Verfütterungsverboten auch teilweise gelockert werden", so Dagmar ROTH-BEHRENDT. "Allerdings darf die fallende Zahl der BSE-Erkrankungen nicht zu einem leichtsinnigen Umgang mit dem Thema führen. Bei allen nun folgenden Schritten muss immer die Gesundheit von Mensch und Tier weiterhin an erster Stelle stehen", betonte die Gesundheitsexpertin und ehemalige Vorsitzende des BSE-Kontrollausschusses im Europäischen Parlament Dagmar ROTH-BEHRENDT. Das Europäische Parlament schlägt als zentralen Punkt in seinem Bericht die Aufhebung des Verfütterungsverbots verarbeiteter tierischer Eiweiße an Nicht-Wiederkäuer, also Allesfresser (beispielsweise Schweine oder Geflügel) vor. Die Aufhebung dürfe nach Ansicht der Abgeordneten allerdings nur erfolgen, wenn die Eiweiße ausschließlich von Tieren stammen, die nicht in Verbindung mit TSE-Erkrankungen stehen, und wenn an eine Tierart nicht die Proteine ihrer Artgenossen verfüttert werden. "Es ist purer Luxus, dass wir Teile von Tieren, die wir nicht essen möchten, die aber zum menschlichen Verzehr geeignet sind, einfach wegwerfen. Aus diesen Nebenprodukten können tierische Eiweiße für die Fütterung von Nicht-Wiederkäuern hergestellt werden, ohne dass eine Gefahr für die Tiergesundheit besteht", kommentierte Dagmar ROTH-BEHRENDT. "Momentan erhalten unsere Schlachttiere meist Proteine aus Sojapflanzen, die aus den USA oder Südamerika stammen und oft gentechnisch verändert sind. Das ist weder ökologisch vertretbar, noch ökonomisch sinnvoll", so Dagmar ROTH-BEHRENDT abschließend. Hintergrund:
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